Leselust und Bilderspaß
Die dunkle Winterzeit steht vor der Türe, da denkt man an gemütliche Abende mit einem Buch, vielleicht bei einem Glas Rotwein, und natürlich mit was Musik. Dazu darf ich gerne zwei Bücher empfehlen, über Malerei und über Musik. Die man allerdings nicht in einem Rutsch lesen muss, sondern besser kapitelweise nach Bedarf. Aber voriges Durchblättern ist natürlich erlaubt.
Gabriel Yoran hat ein wunderbares Buch über die „Schleichwege“ zur klassischen Musik geschrieben. Er ist Kind einer Musikerfamilie, ein echter Insider. Köstlich der Artikel über das Instrument seiner Mutter mit ihm als „Harfenkind“.
„Was Sie über Klassik nicht wissen müssen“, so geht es los. Und dann die acht Stücke für den Einstieg, z.B. „Reinplatzen mit Bach“ und „Verkorkste Kindheit mit Mahler“. Oder „Herauswachsen mit Haydn“
Das Besondere an dem Buch: Es gibt an die hundert Beispiele mit Links aus Youtube (ich habe sie nicht gezählt). Man kann mit dem QR-Code über das Handy das passende Werk sofort hören oder per Spotify über die häusliche Anlage wiedergeben. Sehr praktisch und kostenlos. Statt der normalen Version empfiehlt es sich vielleicht, ein Werbefrei-Abo zu kaufen.
Ich verspreche Ihnen, dass Sie auch als „alter Hase“ noch sehr viel über Musik und ihr Umfeld lernen können. Vom erheblichen Lesespass mal ganz abgesehen.
Gabriel Yoran, Schleichwege zur Klassik, Insel-Verlag, 20€
Das zweite Buch trägt den langen Titel: „Punkt Punkt Komma Strich, fertig ist die Kunstgeschicht“. Der Autor Jakob Schwerdtfeger ist Kunsthistoriker und gleichzeitig ein professioneller Comedian, so liest sich sein Buch auch. „Wohltuend anders. Und wohltuend lustig“, so die Frankfurter Rundschau. Schwerdtfeger mixt perfekte fachliche Informationen mit hoch vergnüglicher Leselust. Und ganz besonders: Vor jedes Kapitel hat er eine knappe Zusammenfassung gesetzt, wie Sie das noch nie gelesen haben. Einzigartig !
Jakob Schwerdtfeger – „Punkt Punkt Komma Strich, fertig ist die Kunstgeschicht“ dtv-Verlagsgesellschaft, 25€







